Trutz Hardo - Therapie auf neuen wegen

Zur Einführung in diese vielversprechende und erfolgreiche Therapieform präsentieren wir hier die Einleitung zu Trutz Hardos Das Grosse Handbuch der Reinkarnation.

 

Ich bin der Überzeugung, dass für viele bisher als unheilbar geltende Krankheiten endlich ein Schlüssel gefunden wurde, von dessen Vorhandensein nicht nur Millionen von Heilungsbedürftigen nicht wissen, sondern auch Hunderttausende derer, die in einem Heilberuf tätig sind. Ich sehe es somit als dringliche Aufgabe an, diese so erfolgreiche Therapieform einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Tausende von Kranken sind die neuen Wege dieser neuartigen Therapie bereits gegangen und haben oftmals spontan Heilung erlebt, nachdem sie - nach zahllosen erfolglosen Versuchen - schon daran verzweifelt waren, je Besserung oder Heilung zu finden.


Die Rückführungstherapie

 

Die Rückführungstherapie | regression therapy | versetzt den Klienten zumeist in einen wachschlafähnlichen Zustand (Alphazustand) und führt ihn zu den Ursachen seines Symptoms oder Problems zurück. Diese Ursachen können dabei sowohl in diesem Leben | z.B. in Jugend, Kindheit oder im Mutterleib | als auch in einem früheren Leben liegen. Aus letzterem Grund wird die Rückführungstherapie auch gerne als Reinkarnationstherapie | reincarnation therapy oder past life therapy | bezeichnet, und entsprechend spricht man von Reinkarnationstherapeuten. dass diese Therapie die Ursache von Symptomen und Problemen jedoch aufdeckt, wo immer sie zu finden sein mag - also auch im heutigen Leben -, halte ich die Begriffe Rückführungstherapie und Rückführungstherapeut für angebrachter. Aus diesem Grund greife ich auch in diesem Buch ausschliesslich auf diese beiden Termini zurück.

Wie so viele neue Ansätze in Psychologie und Therapie stammt auch die Rückführungstherapie aus Kalifornien. Soweit ich es überblicken kann, waren Dr. Irene Hickmann und Dr. Hazel Denning neben Ron Hubbard und Valney G. Mathison die ersten, die schon zu Beginn der fünfziger Jahre auf das Heilpotential stiessen, das das Aufdecken früherer Leben in sich birgt. Diese neue Therapieform gewann nur langsam an Boden, bis sie schliesslich von zahlreichen Psychotherapeuten und Psychiatern ausprobiert und als wirkungsvoll erkannt wurde. Zwei davon möchte ich an dieser Stelle zu Wort kommen lassen.

Der durch Bücher und Fernsehauftritte bekannte Psychiater Prof. Dr. Adrian Finkelstein hat die Rückführungstherapie versucht und dabei nicht nur Beweise für die Tatsächlichkeit der Reinkarnation erhalten, sondern auch verblüffende therapeutische Erfolge erzielt. Er schreibt:

„...Ich fühle mich als Arzt und Psychiater gehalten, einige philosophische Überlegungen zur Bedeutung dieser ausserordentlichen Entdeckungen anzustellen. Sie haben meine Sichtweise der Krankheit wie auch des gegenwärtigen Lebens beträchtlich verändert; ich sehe meine Patienten wie auch Menschen im allgemeinen in neuem Licht. Diese Entdeckungen eröffnen für Diagnose und Therapie neue Horizonte ... Leider gibt es nur wenige Psychiater und Ärzte aus anderen Disziplinen, die diesem Forschungsbereich offen und interessiert gegenüberstehen. Ich möchte die Ärzteschaft daher aufrufen, sich dieses Gebietes anzunehmen, dass es für viele ungelöste Probleme Lösungen zu bieten vermag, mit denen wir in der Praxis zu kämpfen haben.“

Der Psychiater Prof. Dr. Brian Weiss, der schon drei Bücher zur Rückführungstherapie geschrieben hat, bemerkt: „Ich erkannte, dass die Reinkarnationstherapie eine schnelle Methode zur Behandlung psychiatrischer Symptome wie auch solcher Probleme ist, deren Linderung früher nur mit monate- oder jahrelanger kostenaufwendiger Therapie möglich gewesen wäre. Sie bietet einen viel direkteren Weg zur Heilung von Schmerzen und Ängsten. Ich fing an, diese Therapie auch bei anderen Patienten einzusetzen und erzielte auch hier ausgezeichnete Ergebnisse.“

Nach jahrelangem Einsatz der Rückführungstherapie wendet er nun bei etwa vierzig Prozent seiner Patienten die Rückführung in frühere Leben an, während bei sechzig Prozent herkömmliche Methoden ausreichen. „Für die besagten vierzig Prozent ist die Regression in frühere Leben jedoch der Schlüssel zur Heilung. Auch der beste Therapeut kann keine vollständige Heilung des Patienten bewirken, solange er sich in den klassischen Grenzen einer einzigen Lebensspanne bewegt, wenn das die Symptome verursachende Trauma in einem früheren Leben liegt, das vielleicht Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückliegt. Kommt in solchen Fällen die Reinkarnationstherapie zur Anwendung und bringt die lange verdrängten Erinnerungen ins Bewusstsein, tritt gewöhnlich eine schnelle und dramatische Besserung der heutigen Symptomatik ein.“

An dieser Stelle möchte ich einflechten, dass natürlich nun nicht alle Psychotherapeuten denken sollten, dass sie mit ihrem bisherigen Ansatz auf dem Holzweg sind und sich schleunigst auf einen anderen Weg begeben sollten, um nicht einmal als „überholt“ und „ungefragt“ das Schlusslicht zu bilden. Vielmehr könnte die Rückführungstherapie eine zusätzliche Bereicherung ihrer bisherigen Methoden darstellen, so dass bei Klienten, bei denen die eine Methode keine Erfolge zeigt, die andere zur Anwendung kommen könnte. Ausserdem kommt die Rückführungstherapie auch nicht für alle Patienten in Frage. Z.B. dürfte sie bei Klienten mit schwerer geistiger Behinderung aussichtslos und bei Schizophrenen nur in schubfreien Intervallen hilfreich sein. Auch in akuten Angst- oder Krisensituationen dürfte diese Therapieform kaum Erfolge zeitigen. Weiterhin lassen sich zehn Prozent aller Klienten nicht oder nur schwer bzw. nicht tief genug in den Alphazustand versetzen, so dass auch bei dieser Gruppe die Rückführungstherapie nicht zur Anwendung kommen kann. Aus eigener Erfahrung bin ich jedoch davon überzeugt, dass sich 80 bis 85 Prozent aller Menschen für die Rückführungstherapie eignen, solange sie nicht durch religiöse Vorbehalte davon abgehalten werden, sich einer solchen Therapie überhaupt zu unterziehen.

Ein grosses Plus der Rückführungstherapie besteht darin, dass weder Therapeut noch Klient an frühere Leben glauben müssen. Viele Therapeuten, die die Rückführungstherapie mit grossem Erfolg ausüben, glaubten anfangs überhaupt nicht an die Existenz früherer Leben und erklärten ihren Klienten, die ebenfalls nicht an Reinkarnation glaubten, z.B., dass aus ihrem Unterbewusstsein symbolische Bilder aus anderen Zeiten aufsteigen würden, die wichtige Aufschlüsse über den Heilungsprozess geben könnten.

Der Psychiater Brian Weiss schreibt: „Weder Therapeut noch Patient müssen an die Existenz früherer Leben bzw. an die Reinkarnationslehre glauben, um mit der Reinkarnationstherapie Erfolg zu erzielen. Der Beweis liegt in der Sache selbst. Schon mancher Kollege aus der Psychotherapie meinte zu mir: 'Ich weiss noch immer nicht, ob ich an diese Sache mit den früheren Leben glauben soll, aber ich arbeite damit, und es funktioniert.'“

Mit der Zeit werden wohl alle Therapeuten, die diese Methode ausprobieren, von der Tatsächlichkeit der Reinkarnation überzeugt werden, dassKlienten im Alphazustand historische und kulturgeschichtliche Fakten oder Daten nennen können, die ihnen im Wachzustand nicht bewusst sind (und die sich auch mit Kryptomnesie nicht erklären lassen), deren Richtigkeit vom Therapeuten jedoch überprüft und bestätigt werden kann.

Trotz einiger engagierter Rückführungstherapeuten und Ausbilder befindet sich die Rückführungstherapie in unseren Landen noch immer in der „Morgendämmerung“. Was mag sich auf dem Gebiet des Heilwesens abspielen, wenn die Sonne der Rückführungstherapie im Zenit stehen wird? Eventuell wird die gesamte Medizin und Psychotherapie damit revolutioniert, dass die Ursachen von Krankheiten nicht mehr nur im gegenwärtigen, sondern auch in früheren Leben aufgedeckt und entsprechend de- und umprogrammiert werden können.

Von noch Unkundigen höre ich oft, wenn ich über frühere Leben und Rückführungstherapie spreche: „Warum soll ich mich mit früheren Leben befassen? Das jetzige ist für mich mehr als genug. Ich habe mich in diesem Leben mit so vielen Problemen herumzuschlagen. Warum sollte ich mir zusätzlich noch Probleme aus vergangenen Leben ansehen oder gar nacherleben?“ Und dann versuche ich zu erklären, dass wir uns sicherlich nicht um frühere Leben zu kümmern bräuchten, wenn jene sich nicht um uns „kümmern“ würden. „Unerlöste“ Gefühle aus früheren Leben geben in unserer Seele so lange keine Ruhe, bis sie „erlöst“ sind. Sie wirken auf mannigfache Weise in unser Leben ein | z.B. als Ängste |und „nötigen“ uns, uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Rückführungstherapie führt die Konfrontation mit der Vergangenheit herbei und lässt den Menschen endlich Abschied nehmen von dem, was er so lange als unliebsamen Ballast mit sich herumgeschleppt hat. Erst wenn wir das, was uns an die Vergangenheit bindet, gelöst haben, können wir wirklich sagen: „Was geht mich die Vergangenheit an?“

Das vorliegende Buch beabsichtigt, der Leserin/dem Leser neben dem theoretischen Hintergrund vor allem auch eine praktische Anleitung zu geben, wie sich eine Rückführungstherapie erfolgreich durchführen lässt. Zudem vermitteln einige Beispiele Einblick in die tatsächliche Praxis. Ich habe mich entschieden, den Zurückzuführenden bzw. zu Therapierenden nicht „Patient“, sondern überwiegend „Klient“ zu nennen, dass doch sehr viele Menschen zur Rückführungstherapie kommen, die nicht Kranke und dementsprechend „Patienten“ sind, sondern Menschen, die z.B. Partner-, berufliche oder sonstige Probleme haben und durch diese Therapie zu lösen hoffen.

Nachdem der Leser oder die Leserin das Buch gründlich gelesen haben, können sie, wenn sie schon therapeutisch tätig sind, anhand des praktischen Teils die Rückführungstherapie ausprobieren; ich möchte allerdings empfehlen, vorher eine diesbezügliche Ausbildung zu absolvieren. Das im praktischen Teil Fettgedruckte ist wie eine Partitur zu lesen, d.h. man blättert während der Rückführung jeweils zu den nächsten fettgedruckten Sätzen weiter. Im hinteren Teil befindet sich ein Verzeichnis der im Buch gebrauchten Abkürzungen.

Ich hoffe, dass mir Klientin und Therapeutin verzeihen werden, wenn ich, wie üblich | dassbessere und brauchbare Formulierungen noch nicht gefunden, in meinen allgemeinen Ausführungen von „Klient“ und „Therapeut“ spreche. Ich meine dabei aber immer auch | S | sie, die für Seelisches meist aufgeschlossener ist als jene, die nicht „in“ sind.